Alltech Coppens Aqua Centre 00 00 58 11 Still001
Wissenschaft & Innovation

Wissenschaft & Innovation

Die Ressourcen für Produktion und Forschung in der Aquakultur sind endlich und ihre zunehmende Verknappung hat weitreichende Folgen für die gesamte Welt. Bei Alltech Coppens haben wir Systeme zur Beschaffung nachhaltiger Materialien eingeführt, um die Umweltbelastung durch unsere Tätigkeit jetzt und in Zukunft zu minimieren.

Nachhaltige Futtermittel

Mehr Nachhaltigkeit in der weltweiten Aquakultur beginnt mit den Rohstoffen für Futtermittel und die Fischproduktion. Unsere Abteilungen für Forschung & Entwicklung und Beschaffung bewerten alle Rohstoffe, die wir in unseren Aquakulturprodukten verwenden. Sie stellen so sicher, dass sie nachhaltig und verantwortungsbewusst beschafft werden und letztlich der Leistung der Betriebe sowie der Zukunft unserer Branche und unseres Planeten zugute kommen.

Wir nutzen Daten des Global Feed Life Cycle Institute (GFLI) und BLONK-Datenbanken, um die Futtermittel anhand ihrer Auswirkungen auf verschiedene Faktoren wie Klimawandel, Versauerung usw. einzustufen. Gleichzeitig kombinieren wir die Daten aus den Datenbanken und passen sie an unsere eigenen spezifischen Bedingungen an. Wir bewerten die Rohstoffe, indem wir beurteilen, wie viel Futtermittel wir produzieren, wie viel von jedem Roh- und Inhaltsstoff wir in jedem Futtermittel verwenden und wo sich unsere Lieferanten befinden.

Wir haben uns verpflichtet, die UN-Ziele für nachhaltige Entwicklung (SDGs) zu unterstützen und die Herkunft von Rohstoffen zu bewerten. Im Jahr 2020 wurden 80 % der von uns beschafften Rohstoffe in Europa produziert. Davon kamen 30 % aus Deutschland (wo unser Werk steht) und 16 % aus den Niederlanden (wo sich unsere Zentrale befindet). Wir gehen davon aus, dass der Anteil der regional beschafften Rohstoffe 2021 weiter zunehmen wird.

Heutzutage ist die Qualität von Fischfutter nicht nur von Parametern abhängig, die sich direkt auf die Fische beziehen (z. B. Leistung). Auch die Umweltauswirkung der Produkte nimmt an Bedeutung zu. Um die Umweltbelastung zu reduzieren, führen wir zahlreiche Versuche mit alternativen Rohstoffen wie Insektenmehl und Einzellerproteinen durch. Unsere Abteilungen für Forschung & Entwicklung und Beschaffung sind ständig auf der Suche nach neuen alternativen Rohstoffen, die den ökologischen Fußabdruck unserer Futtermittel weiter verkleinern. 

Fischreste:
eine nachhaltige Alternative

Fish-trimmings.jpg?mtime=20210420133321#asset:11767:blockImageSmDa die Aquakulturindustrie weiterhin wächst, ist davon auszugehen, dass die Umweltauswirkungen der Futterproduktion weiter zunehmen werden. Als Hersteller von Aquakulturfutter untersuchen wir die Ursachen der Umweltauswirkungen und welche Inhaltsstoffe am schädlichsten für die Umwelt sind, um die Auswirkungen zu reduzieren und zu einem Planet of Plenty™ beizutragen. Es ist zu erwarten, dass Inhaltsstoffe marinen Ursprungs (z. B. Fischmehl und -öl) in Zukunft knapper werden, da der Fischbestand im Meer einem noch höheren Fischereidruck nicht standhalten kann. Wenn Fischmehl und -öl jedoch mit pflanzlichen Inhaltsstoffen wie Sojaproteinkonzentrat und Rapsöl ersetzt werden, zieht das wiederum andere Folgen nach sich, etwa die Intensivierung der Landnutzung.

Aus diesem Grund konzentrieren wir uns bei Alltech Coppens nicht nur auf alternative Proteinquellen, sondern auch auf die Verwendung von Meeresprodukten aus Fischresten, die bei der Gewinnung des eigentlichen Produkts als Nebenprodukt anfallen. Bei Fischen handelt es sich dabei typischerweise um Haut, Köpfe und Eingeweide. Die Weiterverwendung von Fischresten zur Herstellung von Meeresprodukten passt zudem in das Konzept des Kreislaufsystems für Lebensmittel, da aus Abfällen wertvolle Nährstoffe gewonnen werden. Das ist wesentlich nachhaltiger als Fische allein für die Futterherstellung aus dem Meer zu entnehmen. Bei Alltech Coppens haben wir bereits 60 % unserer Meeresprodukte durch Fischabfälle ersetzt und werden diesen Anteil im kommenden Jahr noch weiter erhöhen.

Nachhaltige Wiederverwendung
von Wasser 

Sustainable-water-reuse-V3.png?mtime=20210419140018#asset:11762:blockImageSmMit der wachsenden Weltbevölkerung werden auch die Wasservorräte auf der ganzen Welt immer knapper. Aus diesem Grund setzen wir alles daran, um das Wasser, das wir im Alltech Coppens Aqua Center nutzen, zu reinigen und wiederzuverwenden.

Im gesamten Alltech Coppens Aqua Center verwenden wir rezirkulierende Aquakultursysteme (RAS), die speziell für den möglichst sparsamen und effizienten Nutzen von Wasser ausgelegt sind. Das Wasser, das diese Systeme durchläuft, wird mehrfach gefiltert. Das Ergebnis ist absolut reines Wasser, das im gesamten System wiederverwendet werden kann. Und das verringert unseren Verbrauch von globalen Ressourcen erheblich.

Abwasser, das dennoch im Alltech Coppens Aqua Center entsteht, wird mit einem Helophytenfilter gereinigt. Die Pflanzen in unserem länglichen Teich reinigen das Wasser allmählich, bis es problemlos zurück in den natürlichen Wasserkreislauf geleitet werden kann. Wir arbeiten eng mit den örtlichen Behörden zusammen, um das Wasser regelmäßig auf seine Qualität und Unbedenklichkeit zu überprüfen. Diese Filtermethode benötigt keine Energie und das Wasser muss auch nicht erst zu einer Kläranlage geleitet werden.

Nachhaltige Verwendung von
Fisch und fischfutter nach der Forschung

Creating-post-trial-sustainable-purposes-for-fish-and-feed.jpg?mtime=20210419075505#asset:11756:blockImageSm

Im Alltech Coppens Aqua Center haben wir uns dazu verpflichtet, nichts zu verschwenden. Wir haben daher nachhaltige Lösungen für unseren Fisch und unser Futter aus der Forschung gefunden. Wir führen Wachstumsversuche durch, mit denen wir die Leistungen unserer Alltech Coppens Futter mit deren anderer Hersteller vergleichen. Nach diesen Tests kann das Futter nicht auf den Markt gebracht, verkauft oder weggeworfen werden. Wir züchten daher im kleinen Maßstab Karpfen in Teichen im Außenbereich des Alltech Coppens Aqua Center, an die wir das verbleibende Futter verfüttern. Wir setzen es so sinnvoll ein und reduzieren den Abfall aus unseren Versuchen auf null.

Die Fische in unseren Versuchen sind nicht für den menschlichen Verzehr geeignet. Wir haben aber dennoch eine nachhaltige Lösung gefunden. Wir verkaufen sie an regionale Zoos, die sie dann an ihre Raubvögel und Pinguine verfüttern.