Nachhaltigkeit

Nachhaltigkeit in der Aquakultur

Aquakultur spielt bei der Bereitstellung von frischem Fisch für den menschlichen Verzehr eine große Rolle. Fisch enthält gesundes Eiweiß und essentielle Omega-3-Fettsäuren, die für eine gesunde und ausgewogene Ernährung notwendig sind.

In der Vergangenheit war Fischfutter in der Aquakultur stark von der Verwendung von Fischmehl und Fischöl in diesem Futter abhängig. Als Fischfutterproduzent investieren wir seit Jahren viel Zeit und Geld in die Entwicklung von Fischfutter, das weniger Fischmehl und Fischöl enthält. Das hat zu kommerziellem Futter geführt, das beachtlich weniger Fischmehl und Fischöl enthält und mehr pflanzliche Grundstoffe und tierische Nebenprodukte. Diese alternativen Zutaten versetzen uns in die Lage, hochleistungsfähiges Fischfutter zu produzieren, das alle essentiellen Nährstoffe enthält, wie zum Beispiel Omega-3-Fettsäuren.

Ein nachhaltiger und erfolgreicher Aquakultursektor liefert gesunde Nahrung für unsere Bevölkerung, nutzt die natürlichen Grundstoffe auf verantwortungsvolle Weise, während die Auswirkungen auf die Umwelt begrenzt sind. Durch gründliche Untersuchungen erfüllen wir den Bedarf des Fisches, die Wünsche von Kunden und Markt.

Effizienz

Mit dem FIFO-Faktor wird berechnet, wie viele Kilogramm frischer wilder Fisch notwendig sind, in Form von Fischmehl und Fischöl, um 1 kg gezüchteten Fisch zu produzieren. Eine häufig verwendete Formel hierfür ist die der IFFO (International Fish Meal and Fish Oil Organisation):

FIFO = (% Fischmehl im Futter + % Fischöl im Futter)/(22,5+5) x FCR x 0,75

Diese Formel basiert auf der Menge an Fischmehl und Fischöl im Futter. Der Faktor 22,5 gibt an, dass 1 kg frischer Fisch im Durchschnitt 22,5 % Fischmehl ergibt. So basiert auch der Faktor 5 darauf, dass aus 1 kg frischem Fisch im Durchschnitt 5 % Fischöl gewonnen wird. Der FCR gibt an wie viel Futter notwendig ist, um 1 kg gezüchteten Fisch zu produzieren. Der Faktor 0,75 geht schließlich davon aus, dass zurzeit alles Fischmehl und Fischöl zu 25 % aus Nebenprodukten der fischverarbeitenden Industrie bestehen.

Wenn der FIFO-Faktor unter 1 liegt, spricht man von einer Netto-Fischproduktion und es wird mehr Fisch gezüchtet als für Fischmehl und Fischöl aus dem Meer geholt wird. Selbst mit Forellenfutter ist es Coppens gelungen, einen FIFO-Faktor von etwas unter 0,5 zu erreichen! Mit dem traditionellen Futter, das reich an Fischmehl und Fischöl ist, lag dieser Faktor gut über 1,0. Für Fische, die alles oder nur pflanzliches Futter fressen, wie der Karpfen, der Wels und der Tilapia, liegt der FIFO-Faktor ebenfalls weit unter 1. Für fleischfressende Fische wie Wolfsbarsch und Dorade kann der FIFO-Faktor mittlerweile auf etwa 1 gesenkt werden. Dadurch ist mittlerweile ein großer Teil der Fischzuchtindustrie zu Nettofischproduzenten geworden, wobei die Abhängigkeit von marinen Grundstoffen stark zurückgegangen ist.

Fische züchten

Um Fische kontrollierter und effizienter zu züchten, wurde Kreislaufanlagen (RAS) entwickelt. Diese RAS-Systeme verwenden Filter, um Wasser zu reinigen, sodass es wiederverwendet werden kann. Die Menge an Wasser, die notwendig ist, um 1 kg Fisch zu produzieren, wird auf diese Weise im Vergleich zu traditionellen Zuchtsystemen enorm reduziert. Durch Verwendung von Wärmetauschern wird die Wärme des ausströmenden Wasser auf das einströmende Wasser übertragen. Das sorgt für einen beachtlich geringeren Energieverbrauch in Fischzuchtunternehmen.

Ein weiterer Vorteil besteht darin, dass der Fischdung durch mechanische und biologische Filter aus dem Wasser gefiltert wird. Auf diese Weise ist die Fischzucht weniger umweltbelastend. Darüber hinaus ist das Vorbeugen und eventuelle Bekämpfen von Krankheiten in einem Kreislaufsystem einfacher. Die Chance, dass der gezüchtete Fisch sich in der Natur zurechtfindet ist gleich Null, sodass eine genetische Interaktion ausgeschlossen werden kann. Kreislaufanlagen bieten beispiellose Möglichkeiten für die nachhaltige und umweltfreundliche Fischzucht.